Wo sehen Sie heute die größten Spannungen in Bezug auf Inklusion und Gleichberechtigung im Hochschulwesen und wie setzen Sie sich persönlich dafür ein?
Die größte Spannung liegt zwischen Reden und Handeln. Seit Jahrzehnten sammeln die Hochschulen Daten, führen Umfragen durch und geben Erklärungen zur Rassenungerechtigkeit ab, aber es hat sich nur wenig geändert. Die Gespräche haben zu lange gedauert, ohne dass es klare Anzeichen für Fortschritte gab.
Für mich zeigt sich die Ernsthaftigkeit an den Resultaten. Verringert sich das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern? Sind die Führungsteams repräsentativ für die Gemeinschaften, denen sie dienen? Verringern sich die Unterschiede im Bildungsniveau der Schüler? Solange wir diese Fragen nicht mit Ja beantworten können, ist die Arbeit nicht beendet.
Ich habe mich für eine obligatorische Berichterstattung über das geschlechtsspezifische Lohngefälle ausgesprochen, so wie wir es auch für das geschlechtsspezifische Lohngefälle tun. Als die Regierung eine Konsultation zu diesem Thema durchführte, forderte ich, dass die Universitäten eine einheitliche Haltung einnehmen. Einige Einrichtungen berichten offen, andere verstecken die Daten tief auf ihren Websites. Stellen Sie sich das Signal vor, das wir aussenden könnten, wenn wir uns als ein Sektor, der als institutionell rassistisch bezeichnet wurde, gemeinsam bereit erklären würden, diese Daten zu melden und entsprechend zu handeln.
Bei BCU gehen wir dieses Problem direkt an. Mein Ziel ist es, unsere Gehaltsunterschiede auf ein statistisch unbedeutendes Maß zu reduzieren, so dass jeder, unabhängig von seiner ethnischen Zugehörigkeit, seinem Geschlecht oder seiner Herkunft, weiß, dass er fair behandelt und gerecht entlohnt wird.